Was am Tag hilft, um gut in die Nacht zu kommen

Ist mein Kind ein Schreibaby? Baby schreit ständig -gefuehlvolle_Familien

Über Reizüberlastung und wache Kinder

 

Kennst Du das auch? Dein Kind ist eigentlich müde und die Schlafenszeit rückt näher aber anstatt schnell einzuschlafen dauert die Einschlafbegleitung total lange und zieht sich wie Kaugummi.
In diesem Artikel erfährst Du, warum der Tag, und wie Ihr Ihn verbringt, einen großen Einfluss auf das Einschlafen Deines Kindes hat. Außerdem bekommst Du 4 wertvolle Tipps, für leichteres Einschlafen am Abend.

 

Der typische Alltag

 

Zuerst waren sie bei einer Freundin und ihren Kindern zum Spielen. Ein Baby im gleichen Alter und zwei große Geschwister tobten durch die Gegend. Viel Freude, viel Spaß, viel Lärm. Was für eine Aufregung! Schon der Mittagsschlaf war heute eher unruhig. Nachmittags regnet es und sie fahren gemeinsam ins Einkaufszentrum und machen Besorgungen in dem ein oder anderen Geschäft, hier ein Eis für Mama, da einen Kaffee für Papa und am späten Nachmittag geht es wieder nach Hause. Während des Essens läuft der Fernseher. Dann der Blick auf die Uhr: Uff, schon so spät? Jetzt wird es aber Zeit. Also das Baby schnell umgezogen und ab ins Bett. Findet es nun eher schlecht in den Schlaf, wälzt sich hin und her und fängt immer wieder an zu weinen, ist das kein großes Wunder.

So ein recht normaler Tag für einen Erwachsenen kann ganz schön anstrengend für unsere Kinder sein – und ist es oft auch. Auch wenn wir das Gefühl haben, sie haben sehr viel Spaß an dem, was wir mit ihnen erleben, können Lautstärke, künstliches Licht und das Fernsehen Kinder schnell überreizen. Und das wirkt sich dann wohl oder übel auch auf den Schlaf aus.

 

Am Tag etwas für die Nacht tun

 

Wenn Babys oder kleine Kinder am Abend schlecht in den Schlaf finden, versuchen viele Familien erst einmal an der Abendgestaltung zu feilen. Denn das liegt ja eigentlich auch nahe und ist auch nicht schlecht oder gar verkehrt.

Allerdings lohnt es sich, einen Blick auf den gesamten Tag zu werfen. So ist es für Kinder, und auch uns Eltern, gut, wenn der Tag in Wellen verläuft. Damit meine ich Wellen aus Aktivität und Ruhezeiten, Pausen und Schlaf. Gerade kleine Kinder brauchen Schlaf oder Pausen, um all die Eindrücke des Tages verarbeiten zu können. Bekommen sie diese Möglichkeit nicht, sind sie am Abend so überreizt, dass es ihnen schwer fallen wird, einschlafen zu können.
Dieser Wechsel aus Aktivität und Pausen findet sich auch im Bindungsverhalten kleiner Kinder zu ihrer Bezugsperson wieder. So folgt auf ein Erforschen, Ausprobieren, sich etwas zu trauen immer wieder der Rückzug in Richtung Sicherheit und Geborgenheit, sowie das Rückhalt Suchen bei der Bindungsperson. Lernen kleine Kinder im Tagesablauf diesen Wechsel zwischen Aktivität und Pausen ausreichend kennen, lernen sie gleichzeitig zu entspannen. Und was braucht jeder Mensch, um überhaupt einschlafen zu können? Richtig: Entspannung.

 

 

Was können Eltern also konkret am Tag dafür tun, damit ihr Kind am Abend besser in den Schlaf finden kann?

 

 

4 praktische Tipps für erholsame Nächte und leichteres Einschlafen

 

1.Viel frische Luft am Tag
Spaziergänge in der Natur am Morgen und am späten Nachmittag wirken Wunder, bringen Ruhe und machen dabei auch müde. Schon 30 Minuten am Tag machen einen Unterschied aus.

 

2.Natürliches Licht hilft beim Entspannen
Fernseher und Lampen mit hohem Blauanteil machen uns dagegen unruhig und aufgekratzt.

 

3.Viel Bewegung
Je nachdem, was das Kind bereits kann, ist körperliche Aktivität für einen schnellen und erholsamen Schlaf förderlich.

 

4.Entspannt in den Abend
Vor dem Abendbrot sollte kein Zeitstress mehr entstehen. Das wirkt sich negativ auf den Schlaf aus, produziert Unruhe und Hektik.

 

Bindungszeit

 

Bindungszeit am Tag und auch am Abend wirkt sich auf den Schlaf Deines Kindes aus.
Zum einen bietest Du als Bindungsperson Deinem Kind so die Möglichkeit, Erlebtes vom Tag verarbeiten zu können. Dabei kann die Bindungszeit oder Exklusivzeit ganz unterschiedlich aussehen. Jedes Kind ist individuell. Auch kommt es dabei auf das Alter des Kindes an. So können bei älteren Kindern beispielsweise Spielsituationen genutzt werden, um den Tag noch einmal zu reflektieren und Geschehenes zu besprechen.
Zum anderen hilft Euch die Bindungszeit dabei, die Beziehung zu stärken. (Ein)schlafen ist für Kinder erst einmal eine Trennungssituation. Durch Bindungszeit am Tag erfährt Dein Kind Sicherheit, Verbindlichkeit, Verbundenheit, Geborgenheit.

 

 

Womit beginnst Du noch heute?

 

Dieser Artikel hat Dir viele Möglichkeiten aufgezeigt, was Du am Tag dafür tun kannst, damit Dein Kind besser in den Schlaf findet. Was spricht Dich am meisten an? Was kannst Du, ohne viel Aufwand, direkt heute tun und in Euren Ablauf integrieren?
Bitte beachte dabei: jedes Kind ist anders, Veränderungen brauchen Zeit, neue Gewohnheiten zu etablieren auch.

 

Haben diese Tipps noch nicht den gewünschten Erfolg gebracht? Dein Baby hat trotzdem noch schlechte Nächte und Ihr wisst nicht mehr weiter?
Wir haben ein Team aus zertifizierten Schlafberaterinnen, die bindungs- und bedürfnisorientiert und mit einem ganzheitlichen Blick auf alle Familienmitglieder arbeiten. Melde Dich gerne für Dein kostenloses Kennenlerngespräch und finde die passende Unterstützung, um Eure Nächte wieder erholsamer werden zu lassen.

Hier kommst Du auf unsere Schlafberatungsseite

 

Alles Liebe

Sarah

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